Bauernhaus 8.5 Zimmer
CHF 1'950'000.-
2615 Sonvilier
300 m² • 7 Zimmer • 2 Badezimmer • 8.5 Raüme

Wunderschönes, renoviertes Bauernhaus. Ein Stück Uhrmachergeschichte

Beschreibung der Immobilie

Im Jahr 1985 wurde dieses restaurierte ehemalige Bauernhaus mit dem Neuenburger Heimatschutzpreis ausgezeichnet.



DIE VERGANGENHEIT IN DER GEGENWART



Wenn Architektur auf die zeitgenössische Vergangenheit trifft - oder wie man eine Brücke über dreieinhalb Jahrhunderte Geschichte schlägt.


Zwischen dem ursprünglichen "schönen Zimmer" und dem modernen Wohnzimmer, das im ehemaligen Stall eingerichtet wurde, liegt nur eine einfache Holztür. Und ein Sprung von dreihundertfünfzig Jahren. Doch kein kleiner Schock: einfach nur das Leben, das weitergeht, eingebettet in die sanften Hügel dieses nördlichen Endes des Val-de-Ruz.



Es ist ein Bauernhof im Jura, wie es in der Region noch einige gibt. Er wurde 1652 erbaut und gehörte während des gesamten letzten Jahrhunderts derselben Familie bescheidener Bauern, den Scheideggers. Nach dem Tod des Vaters in den sechziger Jahren lebten Mutter und Tochter dort weiter wie im letzten Jahrhundert, mit gerade einmal Strom und Wasser, das aus der Zisterne geschöpft werden musste. Der winzige Wohnbereich bestand insgesamt aus der Feuerstelle (der Küche), dem "schönen Zimmer", das man nur an Feiertagen betrat, und darüber einem kleinen Raum: das "Zimmer des Großvaters", zu dem man über eine Luke gelangte, indem man auf den Ofen kletterte. Der Rest bestand aus der Scheune und dem Stall, die leer standen. Das Haus wurde Mitte der siebziger Jahre aufgegeben, als die Mutter verstorben war und die Tochter in ein Heim gebracht werden musste.



Seit zehn Jahren durchstreiften Henri und Paule Schneider die Gegend auf der Suche nach einem Bauernhof, den sie renovieren konnten, und dabei mussten sie wohl mindestens zehnmal an dieser Ruine vorbeigekommen sein: rissige Wände, ein einsturzgefährdetes Dach, morsches Dachgebälk ... Was veranlasste sie an diesem Sommertag im Jahr 1979, einen Blick ins Innere zu werfen? Und dort, in den Überresten der Küche, die eine geschwärzte Feuerstelle stützen, auf der lächerlich klein ein kleiner Holzofen thront, bleiben sie wie angewurzelt vor der Säule stehen: einem Wunderwerk einer Ecksäule aus behauenem Stein, unversehrt, schön wie am ersten Tag, die einen Kamin mit geradem Sturz stützt. Sie kaufen die Säule ... zusammen mit der Ruine drumherum. Nicht ohne zuvor einen Bauträger abweisen zu müssen, der vorhatte, dort Ferienwohnungen einzurichten. Kaufpreis: 50.000 Franken. Daraufhin schaltet sich der Heimatschutz ein und erklärt die Fassade sofort zum Denkmalschutzobjekt. Was den Rest betrifft ... so beginnt für die tapferen Eigentümer nun ein Abenteuer, das dem ähnelt, das Katharina von Arx in "Ma Folie Romainmôtier" beschreibt.



Henri Schneider, Ingenieur der Fachhochschule für Uhrmacherei, und seine Frau Paule - "keine Ausbildung, aber Leidenschaft" - arbeiten mit Handwerkern aus der Region zusammen, entdecken Techniken neu, lernen traditionelle Handgriffe wieder und verwandeln sich Wochenende für Wochenende in Hilfsarbeiter, Maurer, Zimmerleute, Zeichner und Historiker. Erstes Ziel: der Rohbau. Jean-Louis Geiser, Zimmermann aus La Ferrière, errichtet den neuen Dachstuhl, der nach modernen Normen berechnet wurde, jedoch unter Verwendung alter Bautechniken: sechs Säulen, Sparren aus zweiseitig behauenen Tannenstämmen, Balken und Pfosten, die passgenau zugeschnitten und mit Holzdübeln befestigt wurden. Die 305 m² Dachfläche werden, wie ursprünglich, mit 66 cm langen Holzschindeln gedeckt, die aus Weißtanne geschnitten wurden, die Henri Schneider gemeinsam mit Denis Sauser aus La Chaux-du-Milieu - einem der letzten Spezialisten dieser Kunst (er erhielt 1981 den Heimatschutzpreis) - im Wald ausgewählt hatte.


Die Fassade, die über dem Portal des Vorhauses stolz die Jahreszahl 1652 trägt, war schon für sich genommen ein Buch der Architektur und Geschichte: Das prächtige Sprossenfenster des schönen Zimmers, das 1673 eröffnet wurde, war zu einer Zeit zugemauert worden, als die Höhe der Steuern anhand der Anzahl der mit Stein eingefassten Fenster festgelegt wurde! Es wird restauriert werden. Auf der Ostseite stammen das Vordach, die Überdachung des Brotbackofens und der Bau des Großvaterzimmers im ersten Stock aus dem 18. Jahrhundert. Und aus dem

Weitere Informationen

1299 m³
1231 m² (Grundstückfläche)
100 m² (Nutzfläche)
Baujahr 1652
Renovierungsjahr 1999
auf Anfrage
Referenz 041999

Einrichtungen

Sicht
Parkplatz

In der Nähe

Öffentliche Verkehrsmittel
1505m - 31 min.
Geschäfte
3127m - 63 min.
Kindergarten
1437m - 29 min.
Grundschulen
3170m - 64 min.

Immobilie angeboten von Switzerland Sotheby's International Realty (agence de Bienne)

Switzerland Sotheby's International Realty (agence de Bienne)
Rue Jakob-Rosius 18
2502 Bienne

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